Kabel: Male → Female · Signal fließt von Male zu Female
b) 6,3 mm Klinke Mono (TS)Stereo (TRS)
Mono = Tip/Sleeve (2 Kontakte) · Stereo = Tip/Ring/Sleeve (3 Kontakte)
Weit verbreitet in Studio & Bühne · auch für Instrumentenkabel (Gitarre, Keyboard)
c) 3,5 mm Klinke meist Stereo
Kleinformat für Smartphones, Laptops, Kopfhörer · Selten in professionellen Bühnenanlagen
Moderner Standard für Lautsprecherkabel · Rastet automatisch ein (drehendes Bajonett) → fällt nicht heraus
NL2 = 2-polig · NL4 = 4-polig (für bi-amping) Früher/ältere Anlagen: manchmal XLR als Boxenkabel — heute meist Speakon
⚠️
XLR als BoxenkabelIn älteren Anlagen wurde/wird XLR auch für Lautsprecherkabel benutzt. Verwechslungsgefahr! Speakon ist der sichere Ersatz.
⚠️
Kabel geht nicht?Es gibt verschiedene Pinbelegungen — Adaptertyp & Kabelbelegung prüfen
📐
Symmetrisch vs. unsymmetrischXLR & TRS-Klinke = symmetrisch → lange Kabel kein Problem · Cinch & TS-Klinke = kurz halten
🔒
Speakon-TippZum Lösen: Hülse zurückziehen UND drehen. Nicht einfach rausreißen.
2 Mikrofone
a) Passiv — Dynamisches Mikrofon
Kein Strom nötig · Robust · Ideal für Bühne & laute Quellen · Typisch: Shure SM58
b) Aktiv — Kondensatormikrofon
Braucht Phantomspeisung +48V (am Mischpult einschalten) · Detailreicher Klang · Eher für Studio
Richtiger Abstand zum Mikrofon
Optimaler Abstand: ca. 5–20 cm. Zu weit weg: Der Signalpegel sinkt — Umgebungsgeräusche, Raumhall und andere Instrumente werden im Verhältnis zu laut übertragen. Zu nah: Plosive (B, P) und Bass-Anhebung (Nahbesprechungseffekt). Faustformel: Handbreit Abstand.
Ausrichtung — Feedback vermeiden
Bei Nieren-Mikrofon (Cardioid): Null-Stelle liegt direkt hinten (180°) → Mikrofonkorb möglichst 180° weg von den Lautsprechern richten.
Boxen nie vor das Mikrofon stellen.
Feedback / Rückkopplung
Das Umfassen der Mikrokapsel mit der Hand verändert die Richtcharakteristik → Rückkopplung (Pfeifen). Mikrofon immer am Griff halten.
Richtcharakteristiken — wo ist Feedback-Gefahr minimal?
Das blaue/rote Feld zeigt, wo das Mikrofon aufnimmt. Die grüne Zone = optimale Monitor-Position (minimale Aufnahme).
Niere (Cardioid)
z.B. Shure SM58 · Null direkt hinten
Hyperniere (Hypercardioid)
schmalere Keule · Null ≠ 180°!
⚡
Phantom PowerKondensatormikrofon ist still? → +48V am Mischpult aktivieren. Vorher Kanalfader auf 0!
📏
Abstand = PegelZu weit weg → Raumklang und andere Instrumente dominieren. Handbreit Abstand als Faustregel.
💡
Feedback verhindernEQ: Feedback-Frequenz etwas absenken · Gain nicht zu hoch · Mikrofon nie auf Box richten
3 Mischpult
Oft mit eingebauten Effekten. Alle Kanäle sind identisch aufgebaut — wer einen Kanalzug versteht, kennt alle.
Regler / Element
Funktion
Empfindlichkeit Gain / Trim
Eingangspegel anpassen. Pegelanzeige dabei beobachten — Ziel: Grün bis unteres Gelb.
Compressor (falls vorhanden)
Gleicht Pegelspitzen aus. Hält den Pegel gleichmäßiger.
Equalizer EQ
Frequenzen anheben / absenken. High = Höhen · Mid = Mitten · Low = Bass Parametrischer EQ (Mitten): wählt zusätzlich die Mittenfrequenz.
Aux / Send
Schickt das Signal auf einen Nebenweg (z. B. Bühnenmonitor, In-Ear).
FX / EFX
Anteil des internen Effekts (Hall, Echo) für diesen Kanal.
Mute
Schaltet den Kanal stumm. Oft leuchtend rot wenn aktiv.
Solo PFL / AFL
Zeigt den Pegel des ausgewählten Kanals auf der Pegelanzeige und im Kopfhörer.
PFL = Pre-Fader (Pegel vor dem Fader — ideal zum Einpegeln ohne Fader hochziehen).
AFL = After-Fader (Pegel nach dem Fader).
Kanalfader
Lautstärke des Kanals im Hauptmix.
Pegelanzeige — Grün / Gelb / Rot
← optimal
ROT
Zu laut — Signal clippt / verzerrt
GELB
Optimal — mittlerer gelber Bereich anstreben
GRÜN
Signal da, aber Pegel zu niedrig → mehr Rauschen
0 dB und −∞
0 dB = Referenz-Maximalpegel. Darüber: Clipping (Verzerrung).
Jede Verdopplung der Lautstärke ≈ +6 dB. Jede Halbierung ≈ −6 dB. −∞ dB = absolut kein Signal (Fader ganz unten = Stille).
Einschalten / Ausschalten
Einschalten:
① Mischpult
→
② Endstufe / Aktivboxen
Ausschalten:
① Endstufe / Aktivboxen
→
② Mischpult
Warum? Das Mischpult erzeugt beim Ein- und Ausschalten einen kurzen Knacks. Wenn die Endstufe in diesem Moment noch aktiv ist, wird dieser Knacks verstärkt und über die Lautsprecher ausgegeben — das schadet Hochtönern und klingt unangenehm.
🔑
Einen Kanal lernen = alle lernenDer Kanalzug wiederholt sich identisch auf jedem Kanal.
🎚️
Gain firstImmer zuerst Empfindlichkeit (Gain) einstellen — erst dann den Kanalfader hochziehen.
🎛️
EQ-FaustregelLieber absenken als anheben. Störende Frequenz rausnehmen → dann erst boosten.
📟
PFL-Solo für EinpegelnSolo (PFL) hört/zeigt den Kanal vor dem Fader — ideal um den Gain einzustellen, ohne den Fader hochzuziehen.
🔇
EinschaltreihenfolgeMischpult zuerst an- und zuletzt ausschalten — so kommt kein Knacks über die Boxen.
+ Frequenzbereiche — Übersicht Instrumente
Logarithmische Skala von 20 Hz bis 20 kHz · Menschliches Gehör: ca. 20 Hz – 20 kHz
20 Hz100 Hz500 Hz1 kHz5 kHz10 kHz20 kHz
Bassdrum
Wumms
Attack
50–100 Hz & 2–5 kHz
Snare
Körper
Knack
150–300 Hz & 2–5 kHz
Becken
5–16 kHz
5 – 16 kHz
E-Bass
40–300 Hz
40 – 300 Hz
E-Gitarre
80 Hz – 6 kHz
80 Hz – 6 kHz
Keyboard
40 Hz – 12 kHz
40 Hz – 12 kHz
Gesang
100 Hz – 8 kHz
100 Hz – 8 kHz
EQ-Praxis: Bass/Bassdrum zu wummrig? → Low-Frequenzen (50–100 Hz) absenken.
Gesang klingt nasal? → Mitten um 400–800 Hz absenken.
Hochfrequenter Zischel? → High-Shelf ab 8 kHz zurücknehmen.
Keyboard überlagert alles → in Bässen und Höhen beschneiden.
E-Bass
Bassdrum
Snare
Becken
E-Gitarre
Keyboard
Gesang
Grundkurs Tontechnik v1.2 · Andreas Artmann · Transformationslogistiker